Das Projekt zeigt einmal mehr, dass es bei der Jugendfeuerwehr nicht nur darum geht Schläuche zu rollen, sondern dass auch interessante Aktionen zum Schutz der Umwelt das Jahr prägen.

HORSTEN/MAG – Die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Horsten hat sich in ihrer Freizeit einmal nicht mit der Ausbildung im Feuerlöschwesen beschäftigt, sondern die Wintersaison dazu genutzt Nistkästen zu bauen. Die ersten Brutstätten wurden schon mit viel Einsatz und Engagement im Dezember angefertigt und als Geschenk zu Weihnachten mit nach Hause genommen. Im neuen Jahr wurden dann die Nistkästen für das Waldstück sowie das Feuchtbiotop „Horster Schweiz“ angefertigt.

Bei den Übungsdiensten in den vergangenen Wochen wurde viel gewerkelt – die Ergebnisse können sich sehen lassen| Bild © Martina Gerdes

Unterstützt wurden die jungen Feuerwehrleute (die aus den Ortschaften Horsten und Etzel kommen) bei diesem Projekt von den Alterskameraden Heinz Janssen, Heinrich Janßen und Hans-Otto Glania. Es wurde gesägt, gebohrt, gehämmert, geschraubt und geschliffen. Statt Schlauch ausrollen stand nun das persönliche Geschick, die Genauigkeit sowie der Umgang mit Maschinen und Werkstoffen im Vordergrund. Die Alterskameraden machten es vor. Es reichten nur ein paar kurze Anweisungen, dass aus den schlichten Holzstücken schöne Nistkästen gewerkelt werden konnten. Dabei entwickelten die Jugendlichen viel Geschick beim Umgang mit Holz und hatten große Freude bei der Herstellung. Alle erforderlichen Materialien wie Holz, Schrauben und Nägel wurden von der Raiffeisenwarengenossenschaft Ammerland-OstFriesland eG aus Horsten kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bei wunderschönem Frühlingswetter hingen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Horsten am vergangenen Sonnabend die Nistkästen in der „Horster Schweiz“ auf | Bild © Martina Gerdes

Beim Aufhängen der 16 neuen Brutkästen wurden die Jugendlichen am vergangenen Sonnabend dann wieder von den Alterskameraden, sowie den Betreuern unterstützt. Auch Ortsbrandmeister Michael Sievers war bei diesem Termin vor Ort. Platziert wurden die neuen „Eigenheime“ in der „Horster Schweiz“; entlang der Straße Düwelshörn und beim Feuchtbiotop. Da die neuen Brutstätten in größeren Höhen aufzuhängen waren, hatte auch die neue Leiter der Ortsfeuerwehr ihren ersten Einsatz. Gleichzeitig konnten die Kameraden die Zeit sinnvoll nutzen, um den jungen Feuerwehrleuten nebenbei noch etwas zum Thema Leiterkunde beizubringen.

Wenn jetzt der Frühling kommt, können sich die Vögel auf sehr schöne, bezugsfertige „Eigenheime“ in bester Lage freuen.

Bericht / Fotos © Martina Gerdes
Pressetext erschienen im Anzeiger für Harlingerland

Werbeanzeigen